Eine Orthonormalbasis eines Vektorraums V (mit Skalarprodukt ⟨⋅,⋅⟩) ist eine Basis {u1,…,un}, deren Vektoren paarweise orthogonal und normiert sind, also
⟨ui,uj⟩=0 für i=j
∥ui∥=1 für alle i
und span{u1,…,un}=V.
Erklärung
Orthogonalität und Normierung bedeuten: ⟨ui,uj⟩=δij, wobei δij das Kronecker-Delta ist. Mit einer Orthonormalbasis lassen sich Koordinaten einfach berechnen:
x=i=1∑n⟨x,ui⟩ui.
Ein Standardverfahren zur Konstruktion aus linear unabhängigen Vektoren v1,…,vm ist das Gram–Schmidt‑Verfahren:
u1=∥v1∥v1.
Für k≥2: v~k=vk−∑i=1k−1⟨vk,ui⟩ui, dann uk=∥v~k∥v~k (falls v~k=0).
Beispiele
Standardbasis von R3: {(1,0,0),(0,1,0),(0,0,1)} ist orthonormal.
Aus v1=(1,1,0),v2=(1,0,1) ergibt Gram-Schmidt kurz: u1=21(1,1,0), v~2=(1,0,1)−⟨(1,0,1),u1⟩u1, dann u2=v~2/∥v~2∥.